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Rechtssicherheit

Die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst setzen sich zusammen aus anerkannten wissenschaftlichen, technischen und wirklichen Erfahrungen im Bauwesen. Für die einzelnen Gewerke sind technische Anforderungen in so genannten Regelwerken oder DIN-Normen festgelegt.

Luftdichtheit ist seit DIN V 4108-7 (11/1996) Stand der Technik und nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger Nr. 140 vom 31.07.1998 anerkannte Regel der Technik der Wärmeschutzverordnung 95.

Die unaufgeforderte Ausführung der Luftdichtheit durch Verarbeiter und Bauleiter wird demnach vorausgesetzt. Der Bauherr hat das Recht auf ein luftdichtes Gebäude. Mangelhafte Luftdichtheit kann als verdeckter Mangel beurteilt werden, für den im Fall von Organisationsverschulden bis zu 30 Jahre gehaftet werden muss.

EnEV und DIN 4108 normieren nicht nur den Heizenergiebedarf, sondern bilden auch die rechtliche Handhabe dafür, dass die Einhaltung der Auflagen in puncto Luftdichtheit einer Überprüfung standhalten muss. Dies hat zur Folge, dass der Ausführende beim Nachweis regelwidriger Dichtheit zur Rechenschaft gezogen werden kann. Die rechtzeitige Luftdichtheitsprüfung erspart den kostenintensiven und nervenaufreibenden Rechtsstreit.

Momentan ist die Qualitätssicherung mittels blower-door-test noch freiwillig, jedoch wird früher oder später die Abnahme eines Gebäudes durch eine Luftdichtheitsmessung in die Gesetzesvorschriften der Europäischen Norm übernommen werden.