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Wie muss der Zustand des Gebäudes sein?

Bauzustand A: Gebäude befindet sich weitgehend im späteren Nutzungszustand

Das Gebäude sollte sich in einem Zustand befinden, der weitgehend dem späteren bewohnten Zustand entspricht. Alle Bauteile und Komponenten, die auf die Dichtheit einen wesentlichen Einfluss haben, sollten angebracht sein. Diesen Bauzustand bezeichnet man als Bauzustand A. 

Bauzustand B: Nur die Luftdichte Ebene wurde bisher fertiggestellt

Da das Verfahren A erst nach Fertigstellung der Gebäudes ausgeführt wird, ist es sinnvoll, dass schon während der Bauphase, sobald die Luftdichtheitsebene eingebaut wurde, eine Kontrolle durchführt. In diesem Baustadium können eventuelle Mängel einfach und kostengünstig nachgebessert werden. 

Zustand B: Wichtig/Abhängig für die Luftdichtheitsprüfung:

  • Die massiven Außenwände sollten innenseitig vollflächig verputzt sein.
  • Die raumseitige Verkleidung im Dachstockbereich sollte noch nicht eingebaut sein.
  • Die Luftdichtungsschicht im Leichtbaubereich (i.d.R. PE-Folie) sollte vollständig angebracht sein.
  • Luftdichtende Anschlüsse zwischen verschiedenen Bauteilen (insbesondere an Fenstern und an Übergängen zwischen Holzleichtbau- und Massivbaubereichen) sollten hergestellt sein.
  • Alle Durchführungen durch die Gebäudehülle für Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallationen
    sollten ausgeführt sein.

Zustand B: Unwichtig/Unabhängig für die Luftdichtheitsprüfung:

  • Anbringen von Außenputz, WDVS, Vormauerschale u.ä.
  • Einbringen der Fußbodendämmung, des Estrichs und des Bodenbelags.
  • Einbau der Sanitärobjekte und der haustechnischen Anlagen, wenn die zugehörigen Durchbrüche durch die Gebäudehülle bereits ausgeführt sind (s.o.).
  • Montage von Steckdosen, Schaltern, etc.

Sonstige Randbedingungen

Um eine ordnungsgemäße Messung zu gewährleisten, sollte der Baubetrieb für etwa eine Stunde ruhen. Im Interesse einer ausreichenden Messgenauigkeit kann der Test nicht an Tagen mit windigem Wetter durchgeführt werden.